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Der Schildkrötenkugelfisch (Sphoeroides testudineus) Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 22.12.2014 19:16 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Klaus,

guter Tipp, aber leider ist die Videoqualität des Smartphones auch nicht wirklich besser. Die Handykamera reagiert halt elendslangsam und stellt nie das scharf, was sie scharfstellen soll. Statt dem Fisch stellt sie teilweise lieber irgendwelche Schmutzpartikel im Wasser scharf. Wenn sie es denn mal schafft, ist der Fisch schon wieder ganz woanders. Fürchterlich! Evil or Very Mad
Falls du dennoch an ein paar Videos interessiert bist, habe ich hier noch welche. Von der Qualität darf man halt nur nicht viel erwarten.

Gestern habe ich "Urmel", so heisst er übrigens, mal während des Wasserwechsels durch die Oberfläche gefiltmt. Die kurzzeitig abgeschalteten Pumpen und Filter liessen eine halbwegs brauchbare Aufnahme durch die nun ruhige Oberfläche zu.

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Anschliessend habe ich ihn gefüttert. Das Wasser war wegen des TWw's aber noch recht trüb, aber mit einem "geübten Auge" erkennt man dennoch was. Man hört gut, mit welcher Wucht der Fisch in die Kunststoff-Pflanzenzange beisst.

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Hier sieht man nochmal, wie der Fisch bereits auf die Zange reagiert! Sobald er sie erblickt, kommt er neugierig nach vorne.

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@Martin: Danke für die Infos! Das nicht-territoriale Wanderverhalten kann ich bisher bestätigen. Wenn man sich die Naturaufnahmen von Sphoeroides testudineus und auch anderen Sphoeroides-Arten ansieht, fällt auf, dass die Tiere eigentlich nicht viel Einrichtung und Länge sondern eher viel Fläche brauchen. Ich überlege, ob ein großes quadratisches Becken mit viel freiem Bodengrund und einigen "Fake-Mangrovenwurzeln" nicht schon reichen würde. Ich würde dann auch auf Brackwasser gehen und den Salzgehalt zwischen starkem Brackwasser (1.015?) und Meerwasser schwanken lassen. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis ich das alles verwirklichen kann. Bis dahin muss sich der Fisch mit dem abfinden, was er momentan hat.

Gruß, Aaron
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klaus-koetterkoetter
BeitragVerfasst am: 23.12.2014 15:57 Titel: Antworten mit Zitat



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Schlecht sind die Aufnahmen nicht, probier mal https://play.google.com/store/apps/details?id=com.almalence.opencam&hl=de die kostenlose Version langt vollkommen, der Vorteil du kannst den Autofokus ausschalten, sprich wenn scharf gestellt ist dann bleibt es so, anstatt das der Autofokus ständig pumpt bzw. ständig erneut fokussiert.
Falls du ein Iphone oder ein Windows Phone hast dann schau am besten nach einer App wo man den Autofokus auch deaktivieren kannst.

Zu den Scheibenschwimmen, weiß nicht genau ob der sich darin spiegelt, sich sieht oder ob es nur in unseren Augen sich spiegelt weil wir von Außen schauen, habe mal gehört das einer seinen Kopf deswegen unter Wasser gehalten hat, der meinte da spiegelt sich nichts.
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Gruß Klaus
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Kufel
BeitragVerfasst am: 24.12.2014 01:27 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Aaron,

The_Birdeater hat Folgendes geschrieben:
Wow, DAS nenne ich Glück!
Vlt. sollte ich mir auch noch einen Nigro bestellen. Vielleicht habe ich ja Glück und man schickt mir einen Tetraodon miurus. Das wärs!


du wolltest es so! Very Happy aber hey, wunderschönes Tier hast du da erwischt. Wünsche dir viel Spaß mit ihm & uns ganz viele Erfahrungsberichte und Fotos.


Liebe Grüße,

Nina
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 24.12.2014 14:09 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Nina,

optisch ist er echt ein sehr ansprechendes Kerlchen. Besonders von oben betrachtet. Ist mal was ganz anderes!

Hier noch zwei Fotos:



Wenn er sich über Nacht zum Schlafen auf den Boden legt, fächelt er sich vorher eine Art Grube aus, in die er sich da dann reinlegt. Sehr interessant! Ich wollte es erst auf Video aufnehmen, aber ich wollte ihn nicht länger mit dem Licht stören, denn er wurde in den letzten Tagen schon oft genug abgelichtet. Ich bin froh, wenn er sich nach seiner extrem aktiven Zeit auch endlich mal zum pennen auf's Ohr haut. Manchmal gräbt er sich auch bis zur Hälfe ein, aber davon hatte ich ja bereits ein Foto gepostet. Oft schläft er an den selben Stellen. Der Filter im Hintergrund ist übrigens 11cm breit. Daran kann man gut erahnen, wie groß der Fisch bereits ist.



Gruß, Aaron
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Kufel
BeitragVerfasst am: 24.12.2014 23:31 Titel: Antworten mit Zitat



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Guten Abend und frohe Weihnachten,

mir gefällt besonders seine Körperform, sehr elegant.

Kann ich verstehen, hatte die letzte Zeit sicher viel Stress. Sieht auf den Fotos sogar nach mehr als 11cm aus. Was ist die Maximalgröße Adult in Gefangenschaft?

LG
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 25.12.2014 00:36 Titel: Antworten mit Zitat



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Frohe Weihnachten,

der Fisch selber ist über 16cm lang. Ich konnte ihn mit einem Maßband gut abmessen, als er mal längs direkt vorne an der Scheibe geschlafen hat.

Wie groß Sphoeroides testudineus tatsächlich wird, kann man wohl nicht genau sagen. Obwohl der Fisch in seinem natürlichem Verbreitungsgebiet wohl sehr häufig vorkommt, ist scheinbar nicht viel über ihn bekannt. Auf der englischen Wikipedia-Seite wird eine beschriebene Maximallänge von 30cm angegeben, doch soll die Art angeblich meist viel kleiner bleiben. In anderen Quellen wird die Endgröße sogar mit 39cm angegeben, doch diese Endgröße ist wohl eher zweifelhaft. Laut Wikipedia variert das Wachstum und soll von verschiedenen Faktoren wie dem natürlichem Umfeld und dem Nahrungsangebot etc. abhängen. Schildkrötenkugelfische können aber auf jeden Fall noch deutlich kräftiger bzw "bulliger" werden. Ist hier gut zu sehen.

Möglich, dass er bei mir nicht mehr wächst, weil er sich mit der Gefangenschaft scheinbar nur schlecht abfindet. Kann aber auch sein, dass er sich noch verdoppelt und sich nicht der Beckengröße anpasst, wie es z.B bei T. lineatus der Fall ist. Die wachsen erfahrungsgemäß auch in kleinen Becken zu Monstern heran! Die meisten Erfahrungen werde ich wohl selber sammeln müssen. Ob diese Art hier in Deutschland überhaupt schonmal gehalten wurde ist ebenfalls fraglich. Haltungsberichte sind mir nicht bekannt. Es gibt einen auf meerwasserlexikon.de, aber der Fisch auf dem Foto des Verfassers ist meiner Ansicht nach kein S. testudineus sondern eine andere Sphoeroides-Art (S. greeleyi?).

Gruß, Aaron
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joachim68
BeitragVerfasst am: 25.12.2014 14:29 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Aaron

Bei fishbase gibt es noch ein paar Infos.
z.B. schwerste bekannte Sphoeroides testudineus > 400g ...
_________________
Schöne Grüsse

Joachim
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Kufel
BeitragVerfasst am: 25.12.2014 22:29 Titel: Antworten mit Zitat



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Guten Abend,

also schon ein ganz schöner Brummer, wirst wohl auch ein größeres Becken benötigen. Hab die Größe in deinen vorherigen Post's überlesen, deswegen die Nachfrage.

Lass uns dann auf jeden Fall an deinen Erfahrungen teilhaben, Urmel sieht wirklich sehr interessant aus. Ich muss auch gestehen, so ein kleines bisschen bin ich ja schon neidisch - ein wirklich schönes Tier. (:

Wie geht's der kleinen Verletzung an der Oberlippe?


Liebe Grüße,

Nina
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 26.12.2014 00:19 Titel: Antworten mit Zitat



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Nabend,

Zitat:
Hallo Aaron

Bei fishbase gibt es noch ein paar Infos.
z.B. schwerste bekannte Sphoeroides testudineus > 400g ...


Das sagt mir jetzt nicht so viel, da ich nicht genau abschätzen kann, wie groß bzw. lang ein Schildkrötenkugelfisch mit ca. 400g ist. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es so um die 30cm+ sind.

@Nina: Ja ein größeres Becken werde ich mir wohl anschaffen müssen und ich habe auch schon so meine groben Vorstellungen. Das ist aber alles nicht so einfach. Ich wohne im dritten Stock und einen Aufzug gibt es nicht. Ein größeres Becken muss erstmal hier hoch! Zudem darf es nicht tiefer als 80cm sein, da ich es sonst nicht mehr durch die Türen und Verwinkelungen kriege. Hinzu kommt, dass ich nicht weiss wo die statischen Grenzen dieser Bude liegen. Die Planung wird sich nicht so einfach gestalten und muss sorgfältig abgeklärt werden. Wenn es nicht wirklich möglich sein sollte, werde ich mich wohl eher vom Fisch trennen.

Die Oberlippe ist nahezu unverändert. Schlimmer wird es aber zum Glück nicht und sie ist auch nicht mehr so rosa geschwollen. Ich bin mir sicher, dass es von der permanenten Scheibenschwimmerei kommt. Er hatte es allerdings schon als ich ihn bekam. Er muss dieses Verhalten also schon beim Großhändler gezeigt haben. Es gibt eigentlich keinen Grund neidisch zu sein. Der Fisch ist zwar wirklich sehr schön und auch eine seltene Rarität, allerdings kommt beim Anblick der ununterbrochenen Scheibenschwimmerei wenig Freude auf. Ich habe schon deutlich größere Kugeler in deutlich kleineren Becken gesehen, die sich nicht so verhalten haben. Er hat, abgesehen vom Bodengrund, null Anteilnahme an jeglicher Einrichtung. Man könnte ihn praktisch auch in einen nackten Glaskasten setzen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwer (praktisch unmöglich!) es war, dem Scheibenschwimmen von C. asellus entgegenzuwirken. Einige Gattungen haben es einfach im Blut und man kann kaum etwas dagegen tun.

Sollte es mit einem größeren Becken klappen, werde ich versuchen den natürlichen Lebensraum dieser Art bestmöglich nachzubauen. D.h. viel freie Bodenfläche aus feinem Bodengrund, einigen wenigen (Fake)Mangrovenwurzeln, Innen-Rück- und Seitenwände um Spigelungen zu vermeiden sowie gedämpftes Licht. Dann kann man nur hoffen, dass es das Scheibenschwimmen zumindest lindert.

Gruß, Aaron
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 29.12.2014 00:48 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

ich hoffe ihr habt Weihnachten alle überstanden?!
Unser Urmel hat es jedenfalls und er taut auch langsam auf. Die Lippe heilt langsam aber sicher ab, die weißen Stellen an den Flossen sind verschwunden und die Farbe ist nun auch am Tage kräftiger. Inzwischen hat er sich an den täglichen Rhythmus bei uns gewöhnt und auch sein Hunger wird größer. Er gönnt sich nun auch mal 5 Sandgarnelen. Wenn man mittags oder nachmittags das Wohnzimmer betritt, wird man schon von einem bettelnden Schildkrötenkugeler begrüßt. Zu dieser Zeit wird er auch immer gefüttert und diese Zeit hat er sich scheinbar schnell gemerkt. Mittlerweile erinnert er mich etwas an meinen alten T. lineatus, nur dass er natürlich kleiner, schwimmfreudiger und nervöser ist. Besonders abends. Man muss nun auch auf seine eigenen Finger aufpassen, denn Urmel wird zunehmend mutiger und visiert bei diversen Arbeiten im Becken inzwischen auch die Finger an Confused. Tagsüber ist er nicht mehr so aktiv an den Scheiben, sondern schwimmt auch mal "gediegen" durch das Becken.

Beim heutigen Tww konnte ich beobachten, dass er sich nahezu komplett vergräbt, wenn er sich zu sehr gestört fühlt. Er legt sich erst flach auf den Grund und nimmt die übliche "Tarntracht" an. Wird es ihm zu bunt, buddelt er sich blitzschnell ein. Wenn er dann so mit seinem fleckigen Muster im Sand liegt und nur noch seinen Kopf zeigt, erinnert er mich etwas an einen eingegrabenen T. duboisi.





Zum Schluss noch ein Video. Auf die Zange reagiert er immer energischer!

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Kufel
BeitragVerfasst am: 03.01.2015 02:55 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi Aaron und frohes neues! (:

Ja alles gut überstanden, hoffe du auch?

Na ich find schon, ist wirklich ein toller Kerl - Scheibenschwimmen lässt sicher auch iwann nach. Sagtest ja, das er mittlerweile auch schon gediegen mal durchs Becken flimmert. Scheibenschwimmen hat Mampfred am Anfang ja auch wie wild gemacht, aber seit Beifische drin sind und er sich eingelebt hat, ist dies fast komplett verschwunden. Das mit den C. asellus kenne ich...mein Gott ist das eine nervöse Gattung.

Hört sich gut an, hoffe klappt mit der Vergrößerung. Freut mich, das es der Lippe schon besser geht.


Die eingegrabenen Bilder sehen spitze aus & hungrig schaut er auch - also alles erstmal normal. Wie oft fütterst du, tägl.?

Was hat sich noch so getan?


Liebe Grüße
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 03.01.2015 21:09 Titel: Antworten mit Zitat



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Jau alles klar soweit!

Es geht ihm soweit gut. Der Fisch ist tatsächlich etwas ruhiger geworden. Er liegt nun auch tagsüber öfter mal für mehrere Stunden am Boden. Ich habe aber auch etwas im Becken geändert. Ich habe mich von einigen Fischen, Anemonen sowie von einigen LS-Brocken getrennt. Zudem habe ich massig Caulerpa entfernt. Der Fisch hat nun etwas mehr freien Schwimmraum und mehr freie Sandfläche, welche er auch nutzt. Bei abgeschaltetem Licht ist er jedoch noch immer hyper-nervös und jagt dann eigentlich permanent nur die Scheibe auf und ab.

Der Fisch scheint aber nun einen festen Rhythmus zu haben. Wenn ich früh morgens aufstehe, liegt er meist am oder im Boden und pennt. Er kommt also im Verlauf der Nacht irgendwann zur Ruhe. In den Nachmittagsstunden schwimmt er eher gediegen, verlangt aber energisch sein Futter, wenn er mich im Raum erblickt. Dann bettelt er nervös an der Scheibe (Siehe Video Wink). Nach der Fütterung legt er sich ab und an wieder für eine gewisse Zeit auf den Boden. Wenn sich dann um 19Uhr das Licht abschaltet, wird er so richtig aktiv und schwimmt stundenlang hektisch an der Scheibe auf und ab. Im Stil eines C. asellus. Scheinbar bis tief in die Nacht.

Ich füttere momentan noch täglich. Wenn man sich wildlebende S. testudineus ansieht, dann sind diese doch sichtlich massiger. Meiner ist da doch etwas mager. Ab und an mache ich aber auch einen Fastentag. Sollte er im Laufe der Zeit massiger werden, wird die Fütterung reduziert. Momentan sieht es aber nicht so aus, als ob es angebracht ist. Der Stoffwechsel ist durch seine lebhafte Art scheinbar besonders hoch.

So sieht Urmel nach 5 TK-Sandgarnelen aus.



Nach 1-2 Stunden ist die Wölbung aber wieder verschwunden und der Bauch wirkt dann eher wieder leicht eingefallen.

Gruß, Aaron

PS: Weitere neue Bilder findet ihr in meiner persönlichen Fotogalerie.
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Kufel
BeitragVerfasst am: 08.01.2015 09:54 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi Aaron,

freut mich, das es schon ein bisschen besser ist. Schade, das es keine weiteren Berichte über diese Art gibt. Würde mich schon sehr interessieren, ob dieses Verhalten was wirklich sehr dem C. aselluses gleicht, einfach normal ist und man es nicht unterbunden bekommt.

Würde auch tägl. füttern, er sieht auch aus, als würde er es vertragen - die 5 Sandgarnelen sieht man ihm gar nicht an.

Habe ich eig. schon mal erwähnt, das dein Urmelchen total klasse ausschaut? :D


LG,

Nina
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 08.01.2015 19:42 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Nina,

ich hatte kürzlich die Gelegenheit einen jungen C. asellus in einer 1000Liter-Anlage längere Zeit zu beobachten. Das Becken war nicht sonderlich hoch, aber dafür sehr tief und bot daher sehr viel Fläche. Ein typischen Becken, wie man es für Süßwasserrochen kennt. Besetzt war es mit diversen kleinen Salmlern und Skalaren. Wirklich toll, aber selbst da zeigte der Kugeler dieses apathische Verhalten. Wenn er nicht die Scheiben hoch und runter jagte, dann schwamm er sehr schnell durch das freie Wasser, bis er an die nächste Scheibe gelang. Dort ging es dann weiter rauf und runter. Und das in 1000 Litern!

Im düsseldorfer Aquazoo gab es mal ein riesiges Rundbecken, besetzt mit diversen südamerikanischen Süßwasserfischen. Passend dazu schwamm dort vor vielen Jahren auch mal ein junger C. asellus. Kaum zu glauben, aber selbst dort hing der Fisch oft in der Ecke der Anlage und schwamm permanent an der Scheibe rauf und runter. Wenn er aber mal die volle Länge der Anlage nutzte, war das ein schöner Anblick. Ich besuchte den Fisch über einen längeren Zeitraum regelmäßig, konnte aber erstaunlicherweise kein nennenswertes Wachstum feststellen. Und das bei solch luxuriösen Bedingungen!

Aktive Gattungen wie Colomesus und Sphoeroides führen ein nomadisches Leben und sind praktisch überhaupt nicht standorttreu. Wenn sie nicht gerade am Boden ruhen, schwimmen sie weite Strecken umher. Fressen mal hier, mal dort und ziehen dann grenzenlos weiter. Diesen Fischen merkt man an, dass sie sich mit den Gegebenheiten im Aquarium nur schlecht abfinden. Bei meinem Schildkrötenkugelfisch ist es zwar nicht ganz so extrem wie bei einem C. asellus, aber dennoch vergleichbar. Den nomadischen Wandertrieb kriegt man bei diesen Gattungen nicht raus. Mit dem Scheibenschwimmen versuchen sie scheinbar das natürliche Umherschwimmen zu kompensieren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich mein S. testudineus auch in einer 1000Liter-Anlage nicht wirklich anders verhalten würde. Daher lassen sich standorttreue und revierbildende Gattungen wie Pao, Leiodon oder Carinotetraodon viel besser halten. Es kommt nicht immer auf die Größe des Fisches an. Die natürliche Lebensweise ist viel entscheidender.

Bezüglich Körperform: Die eher schlanke und länglich, eckige Form ist bei der Gattung Sphoeroides ja normal. Selbst wenn ich ihn mästen würde, die typische Form, wie man sie von anderen bekannten Gattungen kennt, wird er nie haben. Auffällig ist auch, dass viele der schnellen und nomadisch lebenden Gattungen wie Takifugu, Lagocephalus, Colomesus etc. ebenfalls eine eher längliche Körpferform aufweisen.

Was die Nahrungsaufnahme betrifft, so kann ich bisher sagen, dass er von allen Kugelern, die ich bisher gehalten habe, im Vergleich zu seiner Körpergröße am wenigsten frißt. Er frißt zwar sehr gut und bettelt vehemend täglich zur selben Zeit, nimmt aber auch nur eine nahezu exkate Menge an Nahrung täglich auf. Selbst wenn ich ihm nach mehreren Stunden nochmal Futter anbiete, nimmt er dieses dann nicht mehr an. Nichtmal ansatzweise. Dieser innere Rhythmus ist schon ziemlich erstaunlich. Viele andere Arten würden fressen, wann auch immer man ihnen etwas anbietet.

Zitat:
Habe ich eig. schon mal erwähnt, das dein Urmelchen total klasse ausschaut? Very Happy


Schön, dass er dir gefällt. Irre finde ich seine Wandelbarkeit in Sachen Farbe, Form und Muster. Selbst seine Augenfarbe kann, je nach Tageszeit und Gemütszustand, zwischen gräulich, braun bis hin zu orange-rot, variieren. Ist schon ein komischer Geselle! Ich habe 7 neue Fotos (S. testudineus 19 -13) in meine Galerie gepackt. Wenn er auf dem Boden liegt, lässt er sich deutlich besser ablichten. Durch eine neue Kamera-App lassen sich nun auch bessere Fotos vom bewegten "Objekt" machen.

Gruß, Aaron
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BeitragVerfasst am: 20.01.2015 02:13 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Aaron,

oh man, selbst in 1000L - nicht schlecht. Wow, was ein schönes Becken!

Zitat:
Mit dem Scheibenschwimmen versuchen sie scheinbar das natürliche Umherschwimmen zu kompensieren.
Verstehe nicht ganz, warum sich dann meist nur eine Lieblingsscheibe ausgesucht wird, wenn wie bei dem C. asellus 1000L zur Verfügung stehen.

Zitat:
Selbst wenn ich ihm nach mehreren Stunden nochmal Futter anbiete, nimmt er dieses dann nicht mehr an. Nichtmal ansatzweise.

Mampfred würde immer, wenn er könnte - schlimm. Aber auch schön zu sehen, dass es auch anders geht.

Zitat:
Ich habe 7 neue Fotos (S. testudineus 19 -13) in meine Galerie gepackt.
Verfolge deine Bilder immer & freue mich mit dir. (:

Was gibts neues im Hause Aaron?

Liebe Grüße
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