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Characteristics of Canthigaster valentini

Canthigaster valentini

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11 Pictures of this fish from our forum users

scientific name

Canthigaster valentini

English Name

Valentinni's sharpnose puffer

Synonym

Tetraodon valentini, Tetraodon gronovii

First characterisation

1853 von Bleeker

Identification

Fish size

~ 11 cm

Anusfin

9

Breastfin

16 - 17

Backfin

9

 

Am ganzen Körper weiße Grundfärbung; charakteristisch sind die vier dicken, dunklen Querstreifen (Sattelflecken), wobei die zwei mittleren davon eine dünne Verlängerung haben, die bis zum Bauch reicht.
Die Geschlechter dieser Art zeigen als ausgwewachsene Tiere verschiedenen Zeichnungen und sind daher leichter zu unterscheiden, als bei anderen Spitzkopfkugelfischarten: Die Männchen haben grüne, kreisförmige Linien um die Augen:
„Easily identified by 4 distinct black saddles evenly distributed over black between eyes and caudal peduncle. Middle 2 tapering to stripe on belly, first curving over front of pectoral-fin base. Adults become heavily spotted and develop numerous thin lines over snout and chin. Males with iridescent green lines radiating from behind eyes.“ (Kuiter 1996, S. 420)

“Body somewhat compressed. Snout long and conical. A ridge of skin running longitudinally on mid-dorsal part of body. Middle of side with 2 prominent dark bars extending to belly. (Masuda (u.a.) 1984, S. 365)

Unterscheidungsmerkmale gegenüber C. coronata:

„1st2 body bars continue below middle of sides; bar on head largely behind interorbital; D 9 Rarely 10)........................................................................................................................................C. valentini

1st 2 body bars end at middle of side; bar on head confined largely to interorbital; D 9-10........................................................................................................................................C. coronata“

(Smith, M.M., Jahr?, S. 898)

Watertype

Seawater

temperature

23 °C - 26 °C

Fishfood

crustaceans
mussels
algae
sea squirts
coral
echinoderm
molluscs

Basin size

110 imp.gal.

Howto

Warum entscheidet man sich, einen Canthigaster valentini zu halten? Der
Hauptbeweggrund neben dem Aussehen war für mich vor allen Dingen die
besondere Schwimmweise der "Krugfische", die mich und meine Familie
sofort in den Bann gezogen haben. Der Canthigaster valentini ist in
meinen Augen gut für die heute üblichen Korallenriffmischbecken mit SPS,
LPS und Weichkorallen geeignet und stellt wegen der zu den anderen
Korallenfischen deutlich anderen Schwimmweise eine große Bereicherung dar.

Eingewöhnung:
Sehr wichtig ist ein gut strukturiertes und vor allem sehr gut
eingefahrenes Becken. Mein Canthigaster valentini hat am Anfang
keinerlei Trockenfutter angenommen, dafür aber die meiste Zeit des Tages
am gesamten Lebendgestein nach kleinen Röhrenwürmern und anderen
Kleinst-Krebstieren gesucht. Innerhalb von einer Woche hat er
schätzungsweise mehrere Hundert kleine Röhrenwürmer verschlungen. Einen
Tag nach Einsetzen hat er weiße Pünktchen gezeigt, die ungefähr 3 Wochen
angehalten haben.

Vergesellschaftung:
Die Vergesellschaftung mit anderen Fischen in meinem Becken war völlig
problemlos (1,1 Centropyge loriculus; 1 Ctenochaetus tominiensis; 1,1
Centropyge argi; 1,1 Pseudocheilinus hexataenia; 1,1 Stonogobiops
nematodes; 1,0 Synchriopus stellatus; 2 Gramma loreto). Mein Becken ist
für die Größe (65 x 65 x 60 cm) sehr stark besetzt, da ich oft nahe an
der Nährstofflimitierung war. Der Canthigaster valentini zeigt jedoch
bis heute nicht die geringsten Anzeichen von Hospitalismus und ist nach
wie vor sehr gut die Gesellschaft integriert. Korallen, insbesondere SPS
und LPS hat er bei mir von Anfang an angeknabbert. Insbesondere meine
Favites abdita wurde zu Beginn täglich angefressen und das Zentrum der
Polypen in Maulgröße herausgebissen. Ich konnte bisher nicht
feststellen, ob irgendwelche Kleinsttiere auf den Polypen gelebt haben,
die den Canthigaster valentini dauernd zu dieser Koralle getrieben
haben. Allerdings hat sich die Favites immer von den Bissen erholt und
das Gewebe vollständig regeniert. Inzwischen lässt er die Favites in
Ruhe. SPS, die er besonders liebt, sind die Seriatopora hystrix und die
Acropora humilis. Außerdem beißt er sehr oft an meiner Turbinaria
reniformis. Hier hat er allerdings nie ins Gewebe oder die Polypen
gebissen, sondern immer nur von den Polypen gefangenes Beutegut
abgefressen. Man muss sich also bewusst sein, dass der Canthigaster
valentini Korallen schädigen kann, aber selbst in so einem kleinen
Becken wie dem meinen, hat er es nicht geschafft, auch nur eine Koralle
ernsthaft zu gefährden. Der große Vorteil mit SPS ist außerdem, dass
seine schnell wachsende Kieferleiste abgenutzt wird, und man deswegen
nicht selbst Hand anlegen muss. In meinem Becken sind Korallen aus den
Gattungen Acropora, Montipora, Porites, Seriatopora, Stylophora,
Turbinaria, Pavona, Euphyllia, Favites, Lobophytum, Clavularia,
Phymantus und Sarcophyton vorhanden.

Eine Vergesellschaftung mit einer Tridacna maxima, die nach ihm
eingesetzt wurde, hat leider nicht geklappt. Er hat unmittelbar nach dem
Einsetzen begonnen, die Mantellappen anzufressen. Er ist dabei so
schlau, immer von der Seite anzuschwimmen, um ein vorzeitiges Schließen
der Muschel durch seinen Schatten zu verhindern. Die Tridacna hat sich
durch das permanente Angefressen werden nicht mehr vollständig geöffnet
und ist nun nach ca. 7 Monaten eingangen. Andere Aquarianer haben mir
allerdings berichtet, dass bei ihnen die Vergesellschaftung mit Tridacna
ohne Probleme verlaufen ist. Hier ist also anscheinend das
Individualverhalten sehr unterschiedlich.

Wie oben schon beschrieben, stehen Röhrenwürmer auf seinem Speiseplan,
eine Vergesellschaftung ist also nicht möglich. Ein Vergesellschaftung
mit Garnelen ist im Regelfall nur mit Putzergarnelen möglich (z.B.
Lysmata amboinensis). Diese werden toleriert und versuchen sogar öfter
durch seine langsame Schwimmweise, ihn heranzuziehen. Ich konnte
allerdings kein einziges Mal ein Putzen bebachten, da er immer sofort
geflüchtet ist. Eine Vergesellschaftung mit  meinem Partnerkrebs Alpheus
randalli verlief ebenfalls problemlos wobei das in meinen Augen eher an
der versteckten und geschützten Lebensweise des Krebses liegt.

Futter:
Wie oben bereits beschrieben, ist ein sehr gut eingefahrenes Becken
erforderlich. Hier schwimmt er permanent durch das Korallenriff und
sucht Kleintiere. Frostfutter wird nur selten angenommen. Trockenfutter
(Granulat) nimmt er meistens nur an, wenn es von Polypen gefangen wurde
und er es dort rauspicken kann. Dies macht aber nur einen kleinen Teil
seiner Nahrung aus. Turbellarien, wie von Michael Mrutzek und
Jörg Kokott beschrieben, frisst mein Canthigaster valentini leider
nicht. Denn diese sind in meinem Becken reichlich vorhanden. Jedoch
inspiziert er permanent alle Korallen nach Kleinsttieren und pickt auch
immer wieder rein, hier allerdings ohne Gewebe zu schädigen. Schnecken
stehen auf seinem Speiseplan und er versucht auch immer wieder bei
meinen Algenschnecken die aus dem Gehäuse hervorstehenden Augen zu
fressen (habe allerdings noch nie gesehen, dass er es geschafft hat).
Bisher konnte ich nicht beobachten, dass er Algen (z.B. Blattalgen)
frisst. In der Natur bezieht der Canthigaster valentini daraus angeblich seine
Giftigkeit. Meine Korallenkrabbe versucht er immer mal wieder zu
erwischen, aber sie hält sich immer tief genug in der Koralle auf, so
dass er nicht rankommt.

Becken:
Ich halte den Canthigaster in einem Würfelaquarium mit 65 x 65 x 60cm
(mit Technikbecken ca. 240l netto) mit einem zentralen Riffpfeiler, der
von den Fischen von allen Seiten umschwommen werden kann. Die vielen
Höhlen nutzt der Canthigaster sehr selten, meist schwimmt er am
Riffpfeiler entlang und sucht die Oberfläche ab. Ich betreibe mein
Becken mit Eiweißabschäumer und einem sehr hohen Anteil an Lebendgestein
(32kg) und ca. 4cm Livesand. 2500l/h Förderpumpe vom Technikbecken und
zusätzliche Strömungspumpe im Hauptbecken. Ein paar Minuten vor
Abschalten der Beleuchtung sucht der Canthigaster seinen Schlafplatz auf
(meistens die Aquariumecke oben links, an der er sich durch Veränderung
der Körperform regelrecht festsaugt oder in die Äste meiner Montipora
digitata (auf jeden Fall immer in der Nähe der Wasseroberfläche).

Geschlechtsunterschiede:
Männchen und Weibchen kann man relativ leicht voneinander unterscheiden.
Die Männchen haben hinter dem Auge mehrere leuchtend blaue oder grüne,
irisierende Streifen, die sternförmig vom Auge weglaufen. Einen Ring um
das Auge, wie oft beschrieben, konnte ich weder bei mir noch bei meinem
Händler zur Unterscheidung des Geschlechts feststellen (evtl. ein
Ãœbersetzungsfehler, engl. "radiating"?). Außerdem kann man bei Männchen
während der Balz und als Drohgebärde eine Art aufstellbaren Kiel am Körper, genau so wie bei den nur im Süßwasser vorkommenden Kammkugelfischarten,  entdecken.

Resümee:
Der Canthigaster valentini ist ein sehr interessanter Fisch, der schnell
der Liebling aller Gäste und vor allem meiner Tochter geworden ist. Seine
besondere, hubschrauberähnliche Schwimmweise und seine Neugier machen
ihn denke ich so beliebt. Wenn er sich wohlfühlt, entwickelt das
Männchen eine wunderbare Färbung, mit in meinem Falle blau irisierenden
Streifen über den gesamten Rücken. Viele Aquarianer halten keine
Canthigaster, da sie Angst haben, ihre Korallen zu schädigen. Ich
akzeptiere das aber, da in meinen Augen auf Dauer eine ernsthafte
Schädigung der Korallen nicht stattfindet. Mein einziges "Unwohlsein"
mit ihm ist seine mögliche Giftigkeit (von der z.B. Prof. Ellen Thaler
berichtet hat), denn ich habe zwei kleine Kinder und hoffe nicht, dass
sie jemals auf den Gedanken kommen, diesen Fisch zu verspeisen.

Joachim Kolb

 

Verhalten

Auch diese Spitzkopfkugelfischart wird in der Natur üblicherweise in Paaren angetroffen. Im Aquarium sollte eine Haltung solcher selbst gebildeten Paare gut möglich sein. Die Männchen sind in aber sehr territorial: In der Natur kämpfen sie an den Territiumsgrenzen mit ihren Mäulern:

„Mostly observed species on shallow to moderately deep reefs, swimming openly about and is easily approached. Commonly in pairs and males territorial, often contesting borders, wighting with mouth.“ (Kuiter 1996, S. 420)

Special

Es gibt eine Feilenfischart (Paraluteres prionurus), die dieser Art gegenüber Mimikri betreibt:

„(...) Common around coral reefs in 1-20 m. (In the field at Zanzibar it was some time before I realized that the less common filefish, Parluteres prionurus, that mimicked this toby so well, was swimming around with C. valentini. It was only the presence of the spine, very seldom shown, and the longer D and A that made me realise a filefish was also present. This mimicry of the toxic toby by the more defenceless Paraluteres prionurus is probably to protect it from predators. (Smith, M.M., Jahr?,S. 900)

Die Art besitzt eine giftige Haut:

„Obviously marked, as if advertizing its poisonous skin properties. Mimicked by other fishes; best example is Mimic filefish Paraluteres prionurus. “ (Kuiter 1996, S. 420)

 

Last updated:

06-02-2008 13:01

Created:

27-04-2007 22:58

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